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ERLEBNISPÄDAGOGIK IM WINTER

Feuer im Winter

Erlebnispädagogik mit Feuer

Von Laila Feuerhake  Ausgabe 07 12/2018

Thees Uhlmann beschreibt in seinem Song „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“ das Leben als Feuer, wie es brennt und wärmt. Das Feuer als Segen und Fluch zu gleich. Den Einen wärmt es und spendet ihm einen schönen gemütlichen Abend, dem Anderen zerstört es sein ganzes Hab und Gut. Das Feuer begleitet den Menschen schon seit Ewigkeiten.

Und auch heute sind wir auf die Wärme des Feuers besonders bei Outdoor-Touren im Winter angewiesen. Dabei ist es ganz egal, ob es das Feuer im Ofen in der Hütte ist, das Lagerfeuer im Freien oder die Flamme im Kocher. Die Streichhölzer oder auch das Feuerzeug sind eines der wichtigsten Gegenstände, die in jedem Gepäck eines Winterabenteurers zu finden sein sollten.

Damit die dunkle Jahreszeit und das nicht immer ganz einladende Wetter einen Anlass geben, doch das Haus zu verlassen, sind im Folgenden zwei Anleitungen zu finden, die das Draußensein gemütlich und spannend gestalten.

 

Fackelbau

Material:

einen geraden Stock (etwa 60cm lang und 2-3cm dick), Taschenmesser, Jute, Paketband (Band aus Naturmaterial), Kerzenreste, Dosenboden (Chipspackung oder Kakaodose), Topf und Kocher zum Erhitzen des Wachses

Anleitung:

Zu Beginn muss der Stock in Form gebracht werden. Dazu am einfachsten mit dem Taschenmesser das untere Ende rund schnitzen. Danach wird der Jutestoff um den Stock gewickelt und mit dem Band fixiert. Wichtig hierbei ist es, dass noch ausreichend Platz, der als Griff dient, frei gelassen wird. Danach wird der Boden der Dose abgetrennt, in die Mitte ein Loch geschnitten, so dass der Stock hindurchgesteckt werden kann und den Bereich der Fackel vom Griff trennt. Der Dosenboden sollte dabei einen festen Sitz haben und keine scharfen Ränder mehr aufweisen. Im Anschluss daran wird das Wachs in einem Topf erhitzt und anschließend über dem Jutestoff verteilt. Zum Schluss muss die Fackel gut trocknen und aushärten. Die Dauer von einem Tag ist hier zu empfehlen.

 

Mini-Kocher oder Outdoor-Schoko-Fondue

Material:

Zwei Konservendosen (aus Metall), die ineinander passen, drei lange Nägel (etwa ½-2/3 des Durchmessers der größeren Dose), Teelichter (je nach Größe der Dose 1-5 Stück), Hammer

Anleitung:

Zunächst in die größere Dose mit Hilfe des Hammers und einem Nagel Löcher hämmern. Besonders im unteren Bereich ist dies wichtig. Im Anschluss die drei Nägel einschlagen. Die Höhe sollte dabei so gewählt werden, dass unterhalb der Nägel noch die Teelichter inklusive der Flamme Platz finden. Weiter sollte darauf geachtet werden, dass alle drei auf der gleichen Höhe angebracht werden und etwa den gleichen Abstand zueinander haben. Nun wird der Boden der Dose mit Teelichtern bedeckt; je nach Größe der Dose kann hier die Anzahl variieren. Zum Schluss wird nun die kleine Dose in die große Dose auf die Nägel gestellt.

Verwendung:

Die Anzahl der Kerzen bestimmt die Hitze des kleinen Kochers. Hier muss ein wenig ausprobiert werden, da je nach Bau, Größe und äußeren Faktoren keine Einheitsempfehlungen gegeben werden können. In dem Kocher können sowohl kleine Suppen gekocht, als auch Schokolade oder Käse geschmolzen und das Ganze somit als Outdoor-Fondue verwendet werden.