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Kaalay la! – Konzeptentwicklung und -evaluation von Kinder- und Jugendfreizeiten für und mit jungen Geflüchteten

„Kaalay la!“, „Komm mit!“ auf Somali, ist eine Einladung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen, an Kinder- und Jugendfreizeiten teilzunehmen, um sie in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihre Integration zu fördern. Anbieter von Kinder- und Jugendfreizeiten entwickeln und erproben in diesem Vorhaben von 2016 bis 2018 Konzepte für Kinder- und Jugendfreizeiten für und mit jungen Geflüchteten. 

Warum „Kaalay la!“?

Viele junge Geflüchtete haben durch die Eindrücke der Flucht ihr Vertrauen gegenüber Anderen und oft auch an sich selbst verloren. Positive Erfahrungen in der Gruppe tragen zur körperlichen und psychischen Erholung, Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung bei und bieten Möglichkeiten, Talente und Kompetenzen sichtbar zu machen. Bei Aktivitäten in gemischten Gruppen – z.B. in der Stadtranderholung, bei Wochenendaufenthalten, in Jugendherbergen und Jugendbildungsstätten, über Ferienfreizeiten oder Projekttage – bietet sich allen beteiligten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, gegenseitig mehr voneinander zu erfahren. Dies fördert eine nachhaltige Integration der jungen Geflüchteten. 

Was will „Kaalay la!“?

Von der Fußballfreizeit, dem Sprachcamp bis zur Theaterfreizeit und der Zirkusnacht – bei „Kaalay la!“ entwickeln Anbieter von Kinder- und Jugendfreizeiten in Nordrhein-Westfalen verschiedene Formate von Kinder- und Jugendfreizeiten für und mit jungen Geflüchteten, die die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmenden und der verantwortlichen Personen berücksichtigen. Begleitet durch regelmäßige Coachings setzen die Projektpartner von Sommer 2016 noch bis ins Frühjahr 2018 Pilot-Freizeiten um. Von den dort gesammelten Erfahrungen sollen alle Träger und alle Kinder und Jugendlichen im Sinne einer inklusiven Kinder- und Jugendarbeit profitieren. Deswegen werden die gewonnenen Erkenntnisse für die interessierte Öffentlichkeit aufgearbeitet und zugänglich gemacht. 

Wer macht mit?

Die Anbieter der Kinder- und Jugendfreizeiten kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Beteiligt sind Träger der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, der Offenen Jugendarbeit, der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung, des Deutschen Jugendherbergswerks, kirchliche Träger, Wohlfahrtsverbände, Jugendverbände und Schulen. Unterstützt und beraten werden die Träger von Expertinnen und Experten aus der Flüchtlingshilfe und der Sozialen und Interkulturellen Arbeit. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die TH Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Thimmel. Die auf Grundlage der wissenschaftlichen Evaluationsergebnisse angepassten Konzepte stehen dann den Anbietern von Kinder- und Jugendfreizeiten und den Akteuren der Flüchtlingshilfe zur Verfügung. 

Was passiert sonst noch?

Um nachhaltige Projekte insbesondere für geflüchtete Kinder und Jugendliche anzubieten, wurden Schulungs- und Beratungskonzepte erarbeitet, um Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Geflüchteten zu unterstützen. Die auf dieser Grundlage angebotenen Fachtage setzen sich mit den Themen „Umgang mit Traumata“, „Diversität“, „Theaterpädagogik“ und „Projektfinanzierung“ auseinander.

Um besonders auch Jugendliche zu erreichen und sie in ihrer Selbstständigkeit und Eigeninitiative zu stärken, wurden u.a. in Zusammenarbeit mit teamZUKUNFT Schulungsangebote entwickelt, in denen junge Geflüchtete zu Betreuerinnen und Betreuern bei Freizeitprogrammen ausgebildet wurden. Anschließend konnten die jungen Erwachsenen ihr erlerntes Wissen in der Praxis erproben und im Sommer und Herbst 2017 in Freizeitprogrammen der „Kaalay la!“-Partner, wie beispielsweise teamZUKUNFT, hospitieren.

Wie geht es weiter?

Zum Abschluss des Projekts werden vom 11. bis 12. April 2018 die Ergebnisse und Erkenntnisse im Rahmen einer Konferenz der Fachöffentlichkeit, den beteiligten Projektpartnern und allen Interessierten vorgestellt. Ebenso wird eine abschließende Publikation veröffentlicht, die dazu beitragen soll, weitere Anbieter von Kinder- und Jugendfreizeiten in ihrer Arbeit mit jungen Geflüchteten zu unterstützen und ihnen erprobte Methoden und Konzepte zur Verfügung zu stellen.

Das Projekt „Kaalay la!“ wird von transfer e.V. koordiniert und von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert sowie von der HIT-Stiftung unterstützt.

Im Internet unter www.kaalayla.de finden Sie aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten zum Projekt.

Autoren

Dr. Helle Becker, Una Kliemann, Lena Schulte-Michels 

Kontakt

transfer e.V. – Team „Kaalay la!“

Dr. Werner Müller, Lena Schulte-Michels, Una Kliemann

Grethenstraße 30, 50739 Köln

Telefon: +49 221 95921-90

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